Curtain Bangs, gerader oder seitlicher Pony, oder doch lieber keiner? Tipp unten fünf kurze Fragen an, und du siehst, welche Pony-Art zu deinem Haar passt, mit Beispielbild und dem Satz, den du beim Friseur sagen kannst.
Steht mir ein Pony?
Fünf Fragen zum Antippen. Am Ende siehst du, welche Pony-Art zu dir passt, mit Beispielbild, Satz für den Friseur und Styling-Aufwand.
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So funktioniert der Pony-Test
Fünf Fragen, jede mit Kacheln zum Antippen:
- Haarstruktur: fein und glatt, kräftig und glatt, wellig oder lockig. Sie entscheidet am meisten darüber, wie ein Pony fällt.
- Wirbel am Haaransatz: keiner, seitlich oder mittig. Ein Wirbel gibt dem Pony eine Richtung vor.
- Brille: fast immer, manchmal oder nie. Sie bestimmt, wo der Pony enden sollte.
- Stirnhöhe: hoch, mittel oder niedrig, gemessen an einer einfachen Faustregel (siehe unten).
- Zeit am Morgen: Ein Pony ist die Partie der Frisur, die am schnellsten aus der Form gerät.
Jede Antwort gibt den vier Ergebnissen Plus- oder Minuspunkte. Zwei Kombinationen schließt der Test aus: einen geraden Pony bei Locken und bei einem Wirbel mittig über der Stirn. Liegt ein zweites Ergebnis knapp dahinter, zeigt der Test es als Alternative an. Nach Alter und Gesichtsform fragt er nicht. Die Beispielbilder sind mit KI erzeugt: zwölf Frauen zwischen Mitte zwanzig und Mitte sechzig, je Pony-Art mit glattem, welligem oder lockigem Haar.
Die vier Pony-Arten im Überblick




Curtain Bangs
Passt gut zu: welligem und lockigem Haar, Wirbel mittig, Brille, hoher Stirn
Aufwand morgens: 2 bis 5 Minuten
Nachschnitt: alle 6 bis 8 Wochen
Gerader Pony
Passt gut zu: glattem, vor allem kräftigem Haar ohne Wirbel, hoher Stirn
Aufwand morgens: täglich föhnen
Nachschnitt: alle 3 bis 5 Wochen
Seitlicher Pony
Passt gut zu: einem Wirbel auf einer Seite, Brille, welligem Haar
Aufwand morgens: einmal in Richtung föhnen
Nachschnitt: alle 6 bis 8 Wochen
Kein Pony
Passt gut zu: niedriger Stirn, wenig Zeit, Locken
Aufwand morgens: keiner
Nachschnitt: mit dem normalen Haarschnitt
Die Angaben zu Aufwand und Nachschnitt sind Faustregeln aus der Friseurpraxis. Wie oft du wirklich nachschneiden lässt, hängt davon ab, wie lang du den Pony magst.
Haarstruktur: was Wellen und Locken mit dem Pony machen
Glattes Haar fällt dort, wo es geschnitten wurde. Wellen und Locken ziehen sich beim Trocknen zusammen, und das nicht an jeder Strähne gleich weit. Ein gerader Pony, nass auf Brauenlänge geschnitten, kann bei welligem Haar trocken schon deutlich kürzer sein und sich kringeln. Deshalb gilt für jeden Pony, besonders aber bei Wellen und Locken: trocken schneiden. Antonio Weinitschke, Art Director beim Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks, empfiehlt den Pony so zu schneiden, „sodass er wirklich so fällt, wie es die Natur ihm vorgibt“ (t-online, 21.05.2024).
Für Locken sind Curtain Bangs meist die bessere Wahl als eine gerade Kante. Die kürzeren Locken vorn dürfen fallen, wie sie wollen, und müssen keine Linie halten. Feines, glattes Haar verträgt dagegen gut einen geraden Pony, solange der Friseur nicht zu viel Haar dafür nimmt, sonst fehlt es in den Längen.



Der Wirbel am Haaransatz
Ein Wirbel vorn am Ansatz ist die häufigste Ursache dafür, dass ein Pony nie richtig liegt. Ob du einen hast, siehst du am besten, wenn du die Haare nass nach hinten kämmst und sie ohne Bürste trocknen lässt: Steht vorn eine Stelle hoch oder dreht sich das Haar in eine Richtung, ist das ein Wirbel.
Wegschneiden lässt er sich nicht. Friseure arbeiten deshalb mit ihm. Weinitschke beschreibt das für den geraden Pony so: „Und wenn ich einen Vollpony habe, aber einen Wirbel an der Stirnpartie, dann lasse ich die Seite, wo der Wirbel ist, einfach etwas länger.“ Beim Föhnen hilft es, gegen die Wuchsrichtung zu arbeiten: „Föhnt man von unten und zieht dabei mit einer Bürste gegen den Wirbel, arbeitet also gegen die Wuchsrichtung, entsteht ein bisschen Volumen.“ (t-online)
Daraus leitet der Test ab: Sitzt der Wirbel seitlich, passt ein seitlicher Pony, der in seine Richtung fällt. Sitzt er mittig über der Stirn, teilt er das Haar ohnehin, und Curtain Bangs mit Mittelscheitel machen daraus die Frisur. Einen geraden Pony schlägt der Test dann nicht vor.
Stirnhöhe richtig einschätzen
Das Kuratorium Gutes Sehen, die Informationsstelle der Augenoptiker, teilt das Gesicht in drei Abschnitte: „Unterteilt man die Gesichtsform längs in drei Teile, umfasst das obere Drittel die Stirn, das mittlere Drittel die Augenpartie mit Augenbrauen, Ohren und Nase und das untere Drittel den Mund- und Kinnbereich.“ (sehen.de: Gesichtsproportionen)
Für den Pony reicht ein Vergleich im Spiegel: Miss mit den Fingern die Strecke vom Haaransatz bis zu den Augenbrauen und vergleiche sie mit der Strecke von den Brauen bis zur Nasenspitze. Ist die Stirn deutlich länger, gilt sie als hoch. Ein Pony verkürzt dann optisch das obere Drittel, das ist sein klassischer Einsatz. Ist die Stirn kürzer, bleibt für einen geraden Pony wenig Platz, und er rutscht schnell auf die Brauen. Dann ist ein leichter seitlicher Pony oder gar keiner meist die schönere Lösung.
Pony und Brille
Bei der Brille zählt die Linie über den Augen. Das Kuratorium Gutes Sehen schreibt: „Bei der passenden Brille weist der Gläserrand einen ähnlichen Schwung wie die Augenbrauen auf und bildet eine attraktive Parallellinie zum Brauenbogen.“ (sehen.de: Augenpartie) Ein Pony, der auf der Fassung aufliegt, verdeckt genau diese Linie und legt eine zweite Waagerechte direkt darüber. Er sollte deshalb über dem Rahmen enden oder außen daran vorbeilaufen. Curtain Bangs und seitliche Ponys tun das von selbst, ein gerader Pony nur, wenn er kurz genug bleibt.
Mehr dazu, mit Beispielen für verschiedene Fassungen, findest du in Curtain Bangs und Brille und in Pony-Frisuren für Brillenträgerinnen.
Wie oft muss ein Pony nachgeschnitten werden?
Die Rechnung ist einfach: „Ein Haar am Kopf wird auf diese Weise pro Monat etwa einen Zentimeter länger“, schreibt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (gesundheitsinformation.de). Ein gerader Pony, der knapp über den Brauen endet, hängt nach einem Monat also in den Augen. Daraus ergibt sich der Rhythmus von etwa drei bis fünf Wochen. Viele Salons schneiden den Pony zwischen zwei Terminen einzeln nach, frag beim nächsten Besuch danach.
Curtain Bangs und seitliche Ponys sind nachsichtiger. Sie dürfen länger werden und fallen dann einfach weiter zur Seite. Wer unsicher ist, fängt deshalb mit einem längeren Pony an: Kürzen geht beim nächsten Termin, nachwachsen dauert Monate.
Häufige Fragen
Steht mir ein Pony, wenn ich feines Haar habe?
Oft ja. Feines, glattes Haar liegt als Pony gleichmäßig an, wichtig ist nur, dass der Friseur nicht zu viel Haar dafür nimmt. Ein leichter, etwas durchlässiger gerader Pony oder Curtain Bangs, die nach außen geföhnt werden, wirken dann nicht schwer.
Kann ich mit einem Wirbel am Haaransatz einen Pony tragen?
Ja, wenn der Pony mit dem Wirbel arbeitet statt gegen ihn. Bei einem Wirbel auf einer Seite passt ein seitlicher Pony, der in dessen Richtung fällt, oder ein gerader Pony, der auf der Wirbelseite etwas länger bleibt. Sitzt der Wirbel mittig über der Stirn, sind Curtain Bangs mit Mittelscheitel meist die entspanntere Wahl.
Welcher Pony passt zu einer Brille?
Einer, der über dem Rahmen endet oder außen an ihm vorbeiläuft. Curtain Bangs und seitliche Ponys lassen die Augenpartie frei. Ein gerader Pony geht auch, sollte dann aber über der Oberkante der Fassung aufhören, damit nicht zwei waagerechte Linien direkt übereinanderliegen.
Wie oft muss ein Pony nachgeschnitten werden?
Kopfhaar wächst etwa einen Zentimeter im Monat. Ein gerader Pony knapp über den Brauen braucht deshalb etwa alle drei bis fünf Wochen einen Nachschnitt. Curtain Bangs und seitliche Ponys vertragen mehr Länge und kommen meist mit sechs bis acht Wochen aus.
Wie lange dauert es, bis ein Pony herausgewachsen ist?
Das hängt davon ab, wo er hin soll. Bei rund einem Zentimeter im Monat braucht ein Pony von Brauenlänge ungefähr ein Jahr, bis er auf Kinnhöhe angekommen ist. In der Zwischenzeit lässt er sich zur Seite föhnen oder hinters Ohr stecken.
Warum fragt der Test nicht nach meinem Alter?
Weil ein Pony keine Altersfrage ist. Ob er gut liegt, hängt von Haarstruktur, Wirbel, Stirn und dem Aufwand ab, den du morgens treiben willst. Die Beispielbilder zeigen deshalb Frauen zwischen Mitte zwanzig und Mitte sechzig.
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